Was ist besser – Flohsamen oder Leinsamen?

 

Flohsamen und Flohsamenschalen auf LöffelLeidest du unter Verdauungsproblemen, wirst du auf der Suche nach Lösungen unweigerlich auf Samen verschiedener Art stoßen. Flohsamen und Leinsamen, aber auch Chia-Samen sind die bekanntesten Varianten, um Verdauungsstörungen, wie Durchfall oder Verstopfung zu bekämpfen. Allen gemein ist, dass sie eine hohe Quellfähigkeit im Darm aufweisen, also Wasser binden und das Stuhlvolumen erhöhen. Doch es gibt auch Unterschiede.

Leinsamen – Jahrtausende alte Heilpflanze

Lein oder Flachs ist seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt. Vor allem die Zucker- und Schleimstoffe wirken gesundheitsfördernd. Sie sitzen direkt in der Samenschale des Leinsamens. Ebenfalls enthalten sind

  • Proteine
  • Ballaststoffe
  • Linolen-, insbesondere Omega-3-Fettsäuren

Die Wirkung von Leinsamen entfaltet sich im Darm. Dort quellen die Samenkörner auf und binden Wasser. Dadurch wird das Stuhlvolumen vergrößert und gleichzeitig die Ausscheidung und Weiterleitung des Darminhalts gefördert. Die öligen Substanzen im Leinsamen sind wie ein Gleitmittel zu verstehen und können dir so insbesondere bei Verstopfung helfen.

Die in Leinsamen enthaltene Linolensäure dagegen kann Entzündungen hemmen und wirkt zudem Blut verdünnend. In den Randschichten der Leinsamen finden sich dagegen Lignane. Sie zählen zu den Phytoöstrogenen und den sekundären Pflanzenstoffen. Sie wirken ähnlich wie Östrogene und werden damit gerne als Hormonersatz in den Wechseljahren angewendet. Diese Östrogene enthalten Flohsamen nicht.

Die Leinsamen kannst du ganz oder geschrotet kaufen. Du findest gelbe und braune Leinsamen im Handel. Geschrotete Leinsamen wirken besser als die ganzen Samen, die den Darm meist nur in unveränderter Form passieren. Achte jedoch darauf, dass geschrotete Leinsamen nur kurz haltbar sind und schnell ranzig werden können.

Flohsamen und ihre Wirkung

Auch Flohsamen bieten effektive Wirkungen gegen Verdauungsprobleme. Sie stammen von verschiedenen Plantago-Arten, wie dem Flohsamen- oder Sandwegerich. Flohsamen aus Europa sind eher dunkelbraun gefärbt, indischer Flohsamen ist durch die beige Farbe gekennzeichnet. Auch in Flohsamen sind

  • Schleimstoffe
  • Proteine
  • Öle
  • Ballaststoffe enthalten

Was ist besser – Flohsamen oder Leinsamen?

Im Vergleich zum Leinsamen ist der Nährwert von Flohsamen sehr gering. Dafür weist Flohsamen die größte Quellfähigkeit im Darm auf und kann so besonders viel Wasser binden. Setzt du auf Flohsamen zur Behandlung der Verdauungsbeschwerden, profitierst du zusätzlich von dessen sehr guter Verträglichkeit. Durch die enthaltenen Öle kannst du Flohsamen bei Verstopfung anwenden. Da Flohsamen aber auch Wasser bindet, eignet er sich ebenso gut bei Durchfall.

Wenn Du mehr über die kleinen Flohsamen erfahren möchtest, schau in unseren Flohsamen Ratgeber

Die Informationen auf dieser Seite sind nur für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und stellen keine Diagnose- oder Therapieanweisungen dar. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht einer Erkrankungen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.